Margret Suckale

Vorstand BASF

Beirat Generation CEO

Gefragt ...

Was halten Sie von Frauennetzwerken allgemein und was von Generation CEOim Speziellen?

Netzwerke sind sehr wichtig. Jeder muss das fu?r ihn oder sie geeignete Netzwerk finden. Ich selbst bin nicht Mitglied in einem Frauennetzwerk, da ich eher von gemischten Netzwerken profitiere. Generation CEO ist aber ein ganz besonderes Frauennetzwerk, das sich mit wichtigen wirtschaftlichen und gesellschaftspolitischen Themen beschäftigt und in dem sich die Teilnehmerinnen gegenseitig unterstu?tzen.

Warum sind Sie Beirat bei Generation CEO und welchen Nutzen haben Sie davon?

Die Teilnehmerinnen des Netzwerkes haben mich sehr beeindruckt. Sie gehören einer anderen Generation an und gehen mit den Themen Fu?hrung, Erfolg aber auch Vereinbarkeit von Familie und Beruf ganz anders um als viele Angehörige meiner Generation. Das gibt mir Mut!

Wie sehen Sie die aktuelle Diskussion zu "Frauen in Führungspositionen" und "Frauenquote"?

Das entscheidende Kriterium bei jeder Stellenbesetzung sollte allein die Eignung fu?r die Aufgabe sein - unabhängig von Nationalität, Alter, Herkunft, Erfahrung, Ausbildung oder Gender. Bei der BASF haben wir bereits vor einigen Jahren ein großes weltweites Projekt gestartet, um die Einbeziehung von Vielfalt zu verbessern. Die Ursachen dafu?r, dass es immer noch wenig Frauen in Top-Fu?hrungspositionen gibt, liegen m. E. eher in fehlenden Kinderbetreuungsmöglichkeiten und in alten Rollenbildern. Quoten helfen da wenig. Sehr sinnvoll ist dagegen die Selbstverpflichtung der DAX 30 Unternehmen, in der sich die Unternehmen individuelle Ziele gesetzt, aber gleichzeitig auch die Verbesserung der Rahmenbedingungen adressiert haben.

Was sind für Sie die Erfolgsfaktoren, um den weiblichen Nachwuchs in Unternehmen zu fördern?

In den letzten Jahren haben wir bei der BASF ein umfassendes Angebot zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie entwickelt, damit unsere Mitarbeiter – unabhängig von ihrer aktuellen Lebenssituation – Beruf und Familie besser miteinander vereinbaren können. Dazu gehören unter anderem Kinderkrippen, flexible Arbeitszeitmodelle, Förderung von Teilzeit, Home-Office-Arbeitsplätze und Ferienprogramme fu?r Mitarbeiterkinder. Außerdem bieten wir auch unseren Fu?hrungskräften die Möglichkeit einer 80-prozentigen Teilzeittätigkeit an.

Welches sind die globalen Diversity-Herausforderungen fu?r BASF?

Wir setzen auf die Individualität und Verschiedenartigkeit unserer Mitarbeiter auf allen Hierarchieebenen. Vielfalt verstehen wir dabei in einem sehr weiten Sinne: Unterschiedliche Fähigkeiten, Ausbildungen und Kompetenzen gehören genauso dazu wie unterschiedliche Sozialisierungen und Erfahrungen. Gemischte Teams sind im Vorteil: Die BASF braucht Menschen, die genauso vielfältig sind wie ihre Kunden, um weiter erfolgreich zu sein. Unser Ziel ist es, Vielfalt unternehmensweit zu stärken und als wichtigen Wert fu?r den Unternehmenserfolg zu fördern.